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Parlamentarisches Abendessen 2018: „Die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Niedersachsen – Wer wir sind und was uns bewegt.“

Zu diesem Thema lud der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Nds. (AGFS) am 28. Februar 2018 zu einem Parlamentarischen Abendessen ins "zeitfür" Landtagsrestaurant ein.
Der Abend sollte dem persönlichen Kennenlernen und dem politischen Austausch zwischen den neu gewählten Abgeordneten und dem AGFS Vorstand dienen. In ihren Grußworten hoben die Landtagspräsidentin und der Kultusminister die besondere Rolle der Schulen in freier Trägerschaft für die niedersächsische Bildungslandschaft hervor. Bei der Vorstellung des Vorstandes der AGFS wurde die Vielfalt der freien Schulen von den konfessionellen Schulen, zu den Waldorfschulen, den freien ungebundenen Ersatzschulen, Alternativschulen und Internaten in Niedersachsen sichtbar. In ihrer Rede formulierte die Vorsitzende Heike Thies die Erwartungen der allgemeinbildenden freien Schulen und Förderschulen an die Politik ebenso wie die der berufsbildenden Schulen für Sozial-, Gesundheits- und Pflegefachberufe, die alle vor besonderen Herausforderungen stehen. Alle Gruppierungen eint die Forderung nach einer auskömmlicheren Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft. Kultusminister Tonne gab sich optimistisch, dass bei der notwendigen Weiterentwicklung der Finanzhilfe für freie Schulen eine für alle Seiten vernünftige Lösung gefunden wird.

AGFS Info Brief Parlamentarisches Abendessen 2018

AGFS zum Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes

Die AGFS hat mündlich und schriftlich Stellung genommen zu dem Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes. Inhaltlich geht es in der Stellungnahme um folgende Punkte: Flexibilisierung des Einschulungsalters, Sprachfördermaßnahmen außerhalb schulischer Verantwortung, Überprüfung der Auswirkungen des Gesetzes zur Einführung der inklusiven Schule, Fortführen der Förderschule Lernen im Sek I Bereich.

AGFS Stellungnahme Änderung des NSchG

Runderlass: Übergang vom Grundschulzweig Freier Alternativschulen in Schulen des Sekundarbereichs I

Das Kultusministerium hat im Dezember 2017 einen Runderlass zum Thema "Übergang vom Grundschulzweig an Freien Alternativschulen in Schulen des Sekundarbereichs I" herausgegeben. Die Regelungen sind Ergebnis der Verhandlungen zwischen Kultusministerium, dem Bund der Freien Alternativschulen und der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen und in ihrer Ausführung als positiv zu bewerten.

Runderlass Übergang vom GS Zwei Freier Alternativschulen in Schulen des Sek. I-Bereichs

AGFS Jahrestagung: Politiker versprechen Verbesserung der Rahmenbedingungen für freie Schulen

Am Freitag, den 15.9.2017 hat die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Niedersachsen e. V. mit über 100 Gästen in der Freien Rudolf-Steiner-Schule in Ottersberg stattgefunden.

Politiker aller im Landtag vertretenen Parteien stellten sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Fragen der freien Schulen und hoben einstimmig den besonderen bildungspolitischen Wert der freien Schulen in einer pluralistischen Bürgergesellschaft hervor. Gleichwohl mussten die Landtagsabgeordneten zur Kenntnis nehmen, dass Niedersachsen mit 5,9 % Schulen in freier Trägerschaft das Schlusslicht im Bundesländervergleich ist und die bürokratischen Hürden bei Schulgenehmigungen und vor allem die unzureichende Finanzierung mit als Ursachen dafür gesehen werden.

In der Diskussion wurde von den Vertretern freier Schulen deutlich gemacht, dass reine Wertschätzung nicht ausreiche, sondern, dass die Finanzhilfe massiv angehoben werden müsse, um eine faire, gleichberechtigte Finanzierung freier Schulen sicherzustellen. Darüber hinaus müssen freie Schulen bei Gesetzes- und Verordnungsvorhaben wie z.B. zur Inklusion oder zur Sprachförderung mit berücksichtigt werden.

Im Laufe der Diskussion waren sich die anwesenden Abgeordneten Anja Piel (Bündnis 90/Die Grünen), Kai Seefried (CDU), Ralf Borngräber (SPD) und Björn Försterling (FDP) einig, dass die Finanzhilfe erhöht werden müsse. Auf die Publikumsfrage, ob die Parteien politischen Spielraum sähen, um das Volumen der Finanzhilfe zu erhöhen, antworteten abschließend alle vier Landtagsabgeordneten mit "Ja".

Anerkennung erhielten von Seiten der Politiker berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft, die einen erheblichen Beitrag zur Beseitigung des Fachkräftemangels in Sozial- und Gesundheitsberufen leisten. An die Politiker wurde die Forderung gestellt, sich dafür einzusetzen, dass das Land für diese Ausbildungsberufe auch das Schulgeld übernimmt, so wie bei der Altenpflegeausbildung.

AGFS Info-Brief Jahrestagung 2017 mit Äußerungen der Abgeordneten

Jahresbericht des Landesrechnungshofes 2017: AGFS übt scharfe Kritik

Unter dem Titel: "Zur Kasse bitte: Überhöhte Sachkostenanteile bei Finanzhilfe für Schulen in freier Trägerschaft" setzt sich der Landesrechnungshof (LRH) mit den Finanzhilfeleistungen des Landes für freie Schulen auseinander. Die Schlußfolgerung, dass eine Überfinanzierung der freien Schulen vorläge, entbehrt nach Prüfung der AGFS jeglicher sachlicher Grundlagen. Der LRH geht davon aus, dass in den Finanzhilfeberechnungen des § 150 NSchG ein 20prozentiger Sachkostenanteil enthalten ist. Diese Prämisse ist falsch. Eine Bezuschussung der Sachkosten ist in den Regelungen zur Finanzhilfe weder offen noch verdeckt enthalten. Im Gegenteil: Freie Schulen kämpfen seit langem um eine Berücksichtigung der Sachkosten bei den Finanzhilfeleistungen des Landes und um eine auskömmliche, faire Finanzierung. Bisher leider ohne Ergebnis, da das Land Niedersachsen immer noch nicht in der Lage ist, weder die Personal- noch die Sachkostenanteile pro Schüler und Schulform an öffentlichen Schulen statistisch zu erfassen. Die Kritik des LRH an einer Überfinanzierung der Schulen in freier Trägerschaft weist die AGFS entschieden als sachlich falsch zurück.

Schulsozialarbeit: AGFS fordert Berücksichtigung freier Schulen

Der allgemeine Bildungsauftrag der Schule nach § 2 des Niedersächsischen Schulgesetztes gilt für freie Schulen gleichermaßen (vergl. § 141 NSchG). Auf diesem Bildungsauftrag basiert die soziale Arbeit in schulischer Verantwortung. Die Einbeziehung der Schulen in freier Trägerschaft in die Regelungen für Schulsozialarbeit wäre somit nur folgerichtig. Die AGFS setzt sich deshalb dringlich dafür ein, dass zeitnah auch für Schulen in freier Trägerschaft gleichwertige Regelungen für Schulsozialarbeit wie an öffentlichen Schulen getroffen werden.

AGFS Stellungnahme Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung

AGFS fordert stärkere Berücksichtigung der freien Schulen bei der Weiterentwicklung der inklusive Schule

Die AGFS wurde vor dem Kultusausschuss am 20.1.2017 zur Weiterentwicklung der inklusiven Schule angehört und fordert eine stärkere Einbindung und Berücksichtigung freier Schulen bei der Weiterentwicklung des inklusiven Systems. Ein für die AGFS wichtiger - bisher nicht genügend berücksichtigter - Punkt ist die Weiterentwicklung der Förderschulen zu inklusiven Förderschulen. Darüber hinaus zeigt die AGFS auf, dass es Klärungsbedarf zu vielfältigen Aspekten, die freie Schulen betreffen, gibt: Z. B. die Einbeziehung freier Förderschulen in die Beratungs- und Unterstützungssysteme (RZIs), die Gewährleistung gleichwertiger Ressourcen sowie Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten, die Anpassung der finanzhilferechtlichen Vorgaben, die Erarbeitung und Fortführung von erfolgreichen Kooperationsmodellen, der Beitrag von Landesseite für eine ausreichende Versorgung von Lehrkräften und deren Weiterqualifikation, der Bestandsschutz für heilpädagogische Waldorfschulen im Schulgesetz.

AGFS Stellungnahme zur Anhörung zur Weiterentwicklung der inklusiven Schule

Rechtsgutachten bestätigt Autonomie freier Schulen

Die Forderungen des Landesrechnungshofes nach systematischen, anlasslosen Überprüfungen von Schulen in freier Trägerschaft mithilfe von Schulaufsicht und deren geplante Neuausrichtung durch die Niedersächsische Landesschulbehörde sind Gegenstand eines Rechtsgutachten, das die LAG der Freien Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen bei der renommierten Verwaltungsrechtlerin Frau Prof. Brosius-Gersdorf in Auftrag gegeben hat.
Die Träger Freier Schulen befürchten, dass die grundgesetzlich verankerte Autonomie freier Schulen und die damit verbundenen Freiräume der Schulen in freier Trägerschaft durch die Neuausrichtung der Schulaufsicht zu stark eingeschränkt werden.
In ihrem Gutachten stellt Prof. Brosius-Gersdorf die Verfassungsmäßigkeit einzelner Vorhaben in Frage, wie z. B. die Rechtmäßigkeit anlassloser Überprüfungen freier Schulen oder die regelmäßigen Unterrichtsbesichtigungen als Mittel zur Überprüfung der Einhaltung der Stundentafel. Sie gelangt zu dem Ergebnis, dass Schulaufsicht in Niedersachsen nur Rechtsaufsicht ist. Auch ein Schulgeld von über 200 € pro Monat, so Prof. Brosius-Gersdorf, ist mit dem Gesetz vereinbar, solange die Schulen den Besuch von Kindern einkommensschwacher Eltern durch eine soziale Staffelung oder auf andere Weise sicherstellen.
Die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Nds. sieht im Rechtsgutachten eine Grundlage dafür, im konstruktiven Dialog mit dem Kultusministerium und der Niedersächsischen Landesschulbehörde Standards zur staatlichen Schulaufsicht nach § 167 NSchG zu entwickeln, die die Autonomie und die pädagogischen Freiräume der Schulen in freier Trägerschaft wahren.

AGFS Info-Brief JT 2016

Rechtsgutachen

AGFS Pressemitteilung

Artikel im Politikjournal Rundblick Niedersachsen

Artikel in der HAZ vom 4.11.2016